Ein Abend mit Yoru
Was ist Journaling? Fang mit einem Moment aus deinem Tag an
Beim Journaling hältst du Erlebnisse, Gedanken oder Gefühle in eigenen Worten fest. Du kannst frei drauflosschreiben oder bei einem bestimmten Moment bleiben. Hier probierst du mit Yoru aus, was sich über eine kleine Begebenheit aus deinem Tag erzählen lässt.
Wollen wir uns einen Moment von heute ansehen?
Journaling und Tagebuch: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe überschneiden sich. In einem Tagebuch dürfen Gefühle und offene Fragen stehen, in einem Journal auch ganz gewöhnliche Ereignisse. Du musst deine Notizen keiner festen Kategorie zuordnen.
Du könntest aufschreiben, dass du im Park auf einer Bank saßt. Vielleicht fällt dir danach ein, was dir an dieser Pause gutgetan hat. So hältst du neben dem Erlebnis auch fest, wie du es wahrgenommen hast. Dafür reicht manchmal ein kurzer Absatz.
Ein kurzer Platz im Alltag
Vielleicht kennst du bereits Tagebücher mit vorgegebenen Fragen. Sie nehmen einem die Suche nach dem ersten Satz ab. Ob du morgens, abends oder zwischendurch schreibst, kannst du selbst herausfinden.
Ein Beispiel aus einem deutschen Verlag
Der 6-Minuten Verlag bietet Tagebücher an, die morgens und abends mit kurzen Fragen ausgefüllt werden. Das ist eine konkrete Form von angeleitetem Journaling. Du kannst dir daran ansehen, ob dir eine Frage als Einstieg liegt.
Das Verlagsangebot ansehenBei diesem Tagebuch geben die Fragen einen Rhythmus vor. Für den eigenen Versuch kannst du auch nur eine Frage auswählen und bei ihr bleiben.
Was war an dieser Pause anders?
Ein Foto von einer Parkbank zeigt den Ort. Warum jemand dort sitzen blieb, steht nicht im Bild. Im folgenden erfundenen Gespräch kommt die Person selbst zu Wort.
Was war da im Park los?
Ich habe mich zehn Minuten auf eine Bank gesetzt. Die Pause tat gut.
Was tat dir an der Pause gut?
Ich habe das Handy in der Tasche gelassen. Eine Weile musste ich auf keine Nachricht reagieren.
Ein kurzer Eintrag
Ich habe mich im Park zehn Minuten auf eine Bank gesetzt und das Handy in der Tasche gelassen. Die Pause tat gut, weil ich eine Weile auf keine Nachricht reagieren musste.
Gespräch und Eintrag sind für diesen Artikel erfunden, keine Aufzeichnung einer Person und kein tatsächliches KI-Ergebnis. Was die Person danach machte oder beschloss, wurde nicht ergänzt.
Jetzt ein Moment aus deinem Tag
Nimm etwas von heute oder aus den letzten Tagen. Öffne eine Frage und lass dir Zeit mit deiner Antwort. Das Beispiel kannst du anschließend aufklappen.
Denk mal an ein Foto aus den letzten Tagen.
Ohne Foto geht es auch: mit einem Termin, einem Essen oder etwas, das du gelesen hast. Diese Seite greift nicht auf deine Fotos oder deinen Kalender zu. Du wählst die Erinnerung selbst und kannst im Kopf oder auf Papier antworten.
Was hast du in dem Moment gemacht?
Bleib zunächst bei dem, woran du dich erinnerst. Ein fehlender Name oder eine ungenaue Uhrzeit darf offenbleiben. Ein Satz genügt als Anfang.
Eine mögliche Antwort ansehen
Ich habe auf dem Heimweg einen anderen Weg genommen und bin am Fluss entlanggegangen.
Wie war diese Zeit für dich?
Wenn bisher nur der Ablauf da ist, überleg kurz, wie du ihn erlebt hast. Es muss kein starkes Gefühl sein. Vielleicht war es auch einfach ein gewöhnlicher Weg.
Ein Beispiel mit einem Gefühl ansehen
Am Wasser war es ruhig. Gleichzeitig hatte ich noch die Besprechung im Kopf.
Woher kam dieses Gefühl?
Wenn ein Gefühl aufgetaucht ist und du weiterdenken möchtest, bleib kurz dabei. Vielleicht erkennst du einen Wunsch oder etwas, das dich beschäftigt. Du musst keine Erklärung finden.
Einen weiteren Gedanken ansehen
Ich wollte den Arbeitstag hinter mir lassen, war aber mit einem Gespräch noch nicht fertig.
Wenn dir nichts einfällt, kannst du nur ein paar Wörter zum Foto notieren oder hier aufhören. Die Fragen sind kein Formular, das vollständig werden muss.
Was du zum Anfangen brauchst
Ein Blatt Papier oder die Notizen-App reicht zum Ausprobieren. Wie und wann du etwas festhältst, kannst du danach anpassen.
Muss ich von Hand schreiben?
Du kannst auf Papier oder am Bildschirm schreiben. Auch erst zu sprechen und danach etwas zu notieren ist möglich. Sprechen und Handschreiben sind unterschiedliche Erfahrungen. Wähle den Zugang, mit dem du anfangen magst.
Muss ich jeden Tag gleich viel schreiben?
Kurze Einträge und Pausen sind erlaubt. Beim Wiedereinstieg kannst du mit dem heutigen Tag anfangen, ohne erst alle ausgelassenen Tage nachzutragen.
Was, wenn ich zu keinem Ergebnis komme?
Auch Unklarheit oder widersprüchliche Gefühle lassen sich festhalten. Du brauchst weder einen positiven Schlusssatz noch einen Plan. Vielleicht möchtest du später daran anknüpfen.
Yoru hilft schon bei der Suche nach einem Thema
Manchmal möchtest du den Tag festhalten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst. In Omakase Journal fragt Yoru anhand verfügbarer Hinweise aus freigegebenen Fotos, Terminen und besuchten Orten. Deine Antworten bestimmen, ob es um das Erlebnis, ein Gefühl oder einen Gedanken dazu geht.
Ein Hinweis liefert den Einstieg; was tatsächlich passiert ist, erzählst du selbst. Aus dem Gespräch entsteht ein Tagebuchentwurf, den du lesen, ändern und bestätigen kannst. Yoru hilft dir dabei, etwas zu erzählen und es anschließend schriftlich festzuhalten.
Yoru ist ein kleines Nachtgespenst mit einem Stift. Dieser Artikel stammt vom Omakase-Journal-Team. Die Fragen hier sind eine Leseübung zum eigenen Nachdenken, kein Gespräch mit einer laufenden KI.